12.1.1

Hallo

 In meinem Blog werde ich euch von meiner Selbstvertiefungsarbeit erzählen. Meine Fortschritte und Rückschläge.

Mein Thema wird selbstverletzendes Verhalten sein.Ich hab mich für dieses entschieden, weil viele betroffen sind, doch die Zahl liegt im Dunklen.

 

Hier ein "Vorgeschmack" meiner Einführung ( noch nicht vollendet). Schreibt doch eure Meinung

 

Kitty ist ein ganz normales Mädchen. Denkt man sich. Doch tief in ihrem Inneren ist nichts so wie es scheint. Keiner kennt ihr kleines Geheimnis, nur Sie und ER. Wem will sie es schon sagen, niemand würde ihr glauben, und wenn schon, dann würden sie ihr die Schuld geben, so wie es ER macht. ER ist dieser Matthias, der Freund ihrer Mutter. Seit fünf Jahren lebt er schon in ihrer Familie. Sie hasst ihn. Nein, sie hasst sich, für ihre eigene Dummheit. Sie solle doch ihn nicht anmachen, sagt Matthias immer wieder, ihre Kleidung sei zu freizügig. Er ist ihr Stiefpapa, er darf das. Nachts, wenn jeder schläft, tritt er ihn ihr Zimmer, streichelt ihr über den Kopf. „ Du musst doch nicht weinen, mein Mädchen. Ich mache nichts gegen deinen Willen.“ Diese Worte gehen ihr immer wieder kalt den Rücken herunter. Nach dem Kopfstreicheln kommt er näher, näher als ein Stiefvater das tun sollte. Er küsst sie, zieht sie langsam aus, küsst sie wieder, an allen Stellen. Sie möchte das nicht. Er dringt in sie herein. Sein Schweiss, sie hasst ihn. Reglos liegt sie in ihrem Bett, zu schwach um sich zu wehren, denkt sie sich. Nach dieser Tat gibt er ihr noch einen Gute-Nacht-Kuss und tritt aus dem Zimmer. Sie weint, aber leise, niemand darf das erfahren, sie ist ja selbstschuld. Sie will sich waschen, hält seinen Geruch nicht aus, doch wenn sie jetzt duschen geht, wird ihre Mutter wach, sie darf es ja niemandem sagen. Erst morgens, als Matthias zur Arbeit geht, getraut sie sich sich zu duschen. Sie reibt ihren ganzen Körper ab, doch sie spürt seinen Schweiss immer noch. Er geht nicht weg. Sie reibt, reibt und weint. Sie sieht zum Wandschrank, sieht die Rasierklingen. Sie rufen ihren Namen. Kitty, Kitty, Kitty. Immer wieder. Sie greift danach. Ein Schnitt. Blut rinnt aus ihren Adern. Noch einer. Kitty ist jetzt in ihrer eigenen Welt. Sie spürt keine Schmerzen. Sie lehnt sich an die Duschwand. Sinkt langsam in die Knie. Blut vermischt sich mit Wasser. Tränen laufen runter, wie Regen. Es ist nicht das erste Mal, dass sie sich selbstverletzt. Nein, es geschieht öfters. Immer wenn sie alleine ist, wenn die Rasierklingen rufen. Seit einem Jahr immer dasselbe. Ihre Noten wurden schlechter. Früher war sie das Mädchen, von dem jeder sprach, doch heute nur noch einer, der vielen Aussenseiter. Keine Freunde. Sie trägt nur noch schwarz. Zeigt kaum noch Haut. Sie sei ja zu freizügig. Sie weint, weint täglich.

Bis bald ;*

12.1.12 16:18

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bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Andreas / Website (12.1.12 21:51)
Du schreibst direkt zur Sache, ohne lange Einleitungen und unnötige Ausschweifungen.
Die knappen, kurzen Sätze unterstützen deinen direkten Stil und erhöhen die Dramatik.
Schau dir diesen Satz nochmals an:
Früher war sie das Mädchen, von dem jeder sprach, doch heute nur noch einer, der vielen Aussenseiter.
Warum heisst Kitty Kitty und hat nicht einen mehr persönlichen (gewöhnlichen) Namen?


(13.1.12 07:47)
danke vielmals für dein Feedback.
Wie denkst du, oder findest du, sollte ich diesen Satz formulieren?
Kitty finde ich einen neutralen Namen.


ich ;) (13.1.12 08:50)
N' Morgen.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das jetzt eine fiktive Geschichte ist und keine Tatsachenerzählung oder persönlich Erlebtes, aufgrund der Einleitung oben. Wenn ich mich geirrt haben sollte, pardon.
Den generellen Sprachstil finde ich in Ordnung, man erlebt die Vorgeschichte, aber es bleibt trotzdem distanziert genug, damit man es als fiktiven Text sehen kann. Gerade bei der Thematik "sexuellem Missbrauch" finde ich sowas immer sehr schwer, aber hier wird es zum Glück nicht in allen Details ausgebreitet.

Was ich allerdings noch loswerden wollte: Bei so etwas kann man natürlich leicht in Klischeefallen tappen. Selbstverletzendes Verhalten betrifft tatsächlich die verschiedensten Menschen und man sieht nicht immer von außen, wer noch zu dieser "Gruppe" gehört. Ich beziehe mich dabei auf den Satz "Sie trägt nur noch schwarz" - vermutlich macht es in der Geschichte Sinn und es ist auch kein ungewöhnliches Verhalten wenn man sich depressiv fühlt, aber ich würde vorsichtig sein, aus der Hauptfigur eines dieser klischeehaften "Emo-Gothic-Kinder" zu machen und in ihren Lebenslauf alles Schlechte, was einem Mensch so passieren kann, hineinzuschreiben. Auch, da ja längst nicht jeder Schwarzträger sich selbst verletzt Aber vielleicht ist das auch gar nicht deine Absicht, daher sieh das bitte nur als Anmerkung und nicht als Kritik. So lang ist der Text nun ja noch nicht.

Ansonsten belasse ich es erstmal dabei.


(13.1.12 10:44)
Danke vielmals
Die farbe schwarz nahm ich, um ihre trauer,"depression" besser zum hervorschein zu bringen..




Andreas / Website (17.1.12 03:51)
Im zitierten Satz ist wohl das zweite Komma zuviel.

Warum muss denn der Name neutral sein? Da ist Kitty wohl Schweizerin .... neutrale ....
Ist wohl im Gesamten auf nicht soooo wichtig, wie sie heisst.

Übrigens: trotzdem ich den Blog 'abonniert' habe, kriegte ich keine Emailnachricht nach deiner Antwort und auch nicht zum weiteren Kommentar.
Check doch mal deine Blogeinstellungen, ja?


sva-svv / Website (27.1.12 18:49)
ich habe meine Einstellungen angeschaut abe4r bin nicht fündig geworden;-//
hoffe jedoch, du liest trozdem meinen Blog und schaust regelmässig herrein..

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